Kleines Wohnzimmer größer wirken lassen mit Licht
Ein kleines Wohnzimmer muss nicht eng wirken. Zwei Maßnahmen bringen den größten Effekt: Möbel mit niedriger Sitzhöhe und eine durchdachte Lichtführung. Bodengleiche Sofas und Sessel nehmen dem Raum die optische Schwere. Sie ragen nicht in die Höhe, lassen die Wandfläche darüber frei und öffnen dadurch den Blick. Wer zusätzlich auf eine helle, matte Oberfläche bei den Möbeln achtet, verstärkt diesen Eindruck. Dunkle, wuchtige Gestelle erdrücken kleine Räume dagegen sofort.
Bei der Planung lohnt es sich, die genauen Maße des Raums vorab zu notieren. Ein niedriges Sofa mit einer Tiefe von etwa achtzig Zentimetern passt in fast jedes Wohnzimmer, ohne den Laufweg zu blockieren. Wer flexibel bleiben möchte, sollte beim modularen Sofa im kleinen Wohnzimmer planen die einzelnen Elemente gedanklich durchspielen. Ein Modul lässt sich später verschieben, ein festes Sofa nicht. Achten Sie darauf, dass zwischen Sofa und Couchtisch mindestens vierzig Zentimeter bleiben, sonst wird der Raum unangenehm eng.
Indirektes Licht ersetzt die Deckenlampe. Ein LED-Streifen hinter einer Fußleiste oder unter einem Regal wirft Licht an die Wand und lässt sie weiter erscheinen. Wichtig ist, dass die Lichtquelle selbst nicht sichtbar ist. Warmweiße LEDs mit etwa 2700 Kelvin wirken wohnlich, kaltweiße machen den Raum technisch und kühl. Kombinieren Sie zwei oder drei solcher Lichtquellen, statt eine einzelne helle Deckenleuchte zu nutzen. So entstehen weiche Übergänge und keine harten Schatten.
Spiegel sind der dritte Hebel. Ein großer, bodentief angebrachter Spiegel verdoppelt den Raum optisch, besonders wenn er gegenüber einem Fenster hängt. Vermeiden Sie kleine, verstreute Spiegel, denn sie zerschneiden die Wandfläche. Ein einziger großer Spiegel plus niedrige Möbel plus indirektes Licht ergeben zusammen einen Raum, der deutlich größer wirkt, als er ist. Teppiche in hellen Tönen und Vorhänge, die bis zum Boden reichen, runden das Bild ab.